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Unter
dem Titel: "Klangvolles
in alle Welt" veröffentlichte die
Thüringer Allgemeine am 17. April 2010 folgenden Artikel:
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Wissen Sie,
woher Henry Arland, der
Star in der Volksmusikszene, seine goldene Klarinette herhat? Aus
Großmehlra, aus der Werkstatt der Musikinstrumentenbauer
Steffi und
Johannes Thoß. Künstler sind eben Individualisten
mit besonderen
Wünschen. Auch Giuseppe Verdi war ein
ausgesprochener Individualist mit außergewöhnlichen
Vorstellungen.
Er ließ spezielle Trompeten für die
Aufführungen seiner „Aida"
bauen. Bilder von altägyptischen Trompeten waren vor gut
hundert
Jahren die Vorlagen für den Pariser
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Adolphe
Sax. Hätte es zu Verdis Zeiten schon die
Großmehlra'schen Instrumentenbauer gegeben, hätte er
vielleicht
Steffi und Johannes Thoß mit dem Auftrag betraut. Immerhin
hat aber
das Opernhaus Lübeck für die Aufführung von
Giuseppe Verdis
berühmten Werk diese Aida-Trompeten - etwa eineinhalb Meter
lange
Fanfarentrompeten mit ein bis drei Ventilen in den Stimmungen C, B, H
und As - in Großmehlra herstellen lassen. Der
bestechende Klang der
Musikinstrumente aus Großmehlra ist längst
über Ländergrenzen
hinweg gehört worden. Konzerttrompeten,
Flügelhörner und Posaunen
aus der Hand des Metallblasinstrumenten- baumeisters Johannes
Thoß
erklingen zum Beispiel in Russland und in Johannisburg. Ein
Posaunenchor der südafrikanischen Metropole gehört
zum
internationalen Kundenkreis der Musikinstrumentenhersteller. Die
Thoß' liefern dabei nicht nur die Instrumente, sondern auch
das
Fachwissen um deren Pflege. So ist in Kürze eine Schulung
direkt in
Johannisburg geplant.
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Die
Instrumentenbauer sind auch sehr
gefragt, wenn es um spezielle Wünsche und Raritäten
geht. So
entwickelte Johannes Thoß zum Beispiel ein Doppeljagdhorn.
Während
auf einem normalen Jagdhorn nur eine Tonart zu spielen ist, sind
diesem Instrument zwei zu entlocken. Eine nette kleine Erfindung ist
auch das Taschen- blashorn. Es lässt sich so
zerlegen, dass es in die
Westentasche des Jägerrocks passt. Clever. Kompaktinstrumente
gehören zu den Vorlieben von Johannes Thoß. Aber
auch historische
Instrumente werden von ihm restauriert und
originalgetreu nachgebaut.
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Diese
Vorliebe für das Historische
hegt auch Gitarrenbaumeisterin Steffi Thoß. Sie widmet sich
mit
Hingabe der Zister, einem der ältesten Zupfinstrumente
überhaupt, und der Thüringer Waldzither.
„Es ist mir wichtig, die Tradition
der Thüringer und Harzer Waldzithern in unserer Region durch
alte
und neue Instrumente zu bewahren und zu fördern“,
sagt sie,
während sie eine von ihr gebauten Waldzither weiche, zarte
Melodien
singen lässt. Ein Profi-Instrument ist es, was da erklingt und
spätestens jetzt würde sich niemand mehr wundern,
wenn die Tür
aufginge und Herbert Roth, das Rennsteig-Lied trällernd,
eintreten
würde.
Vor gut zwanzig Jahren haben Steffi und
Johannes Thoß ihre Werkstatt in Großmehlra
geöffnet. Diese fand
sehr schnell Beachtung in der regionalen und überregionalen
Musikbranche. In der Meisterwerkstatt werden sämtliche
Reparatur -
und Serviceleistungen an Blas- und Zupfinstrumenten erbracht, zudem
werden Instrumente modifiziert und an spezielle Kundenwünsche
angepasst. Wenn es gewünscht wird, werden selbst Klarinetten
vergoldet.
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